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Pressemitteilung: Urteils des BGH zu „Spickmich.de“

Der 8. Landesschülerbeirat befürwortet, generell gesehen das Urteil des BGH vom 23.06.09.
„Alle Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg werden doch tagtäglich in jeglicher Art und Weise bewertet bzw. benotet, warum nicht auch die Lehrerinnen und Lehrer?“, fragt sich Lars Wahnschaffe, Pressesprecher und stellvertretender Vorsitzender des 8. Landesschülerbeirats.
„Natürlich sollte die Benotung einer angemessenen sowie vor allem sachlichen Qualität entsprechen und nicht als Ventil für Frust oder gar persönliche Differenzen genutzt
werden.
Jedoch könnte dieses Urteil einer Grundsatzentscheidung gleichkommen und somit einen Denkanstoß für eine neue Lehrer - bzw. Schulkultur sein.“, meint Felix Kiesele,
Vorsitzender des 8. Landesschülerbeirats.
„Man muss einfach einsehen, dass im Bereich der Benotung momentan ein Ungleichgewicht zwischen Lehrern und Schülern herrscht. Da kann man keine Gutmütigkeit erwarten, da jeder Schüler mit seinen Lehrern auf Augenhöhe, d.h. in einem Gleichgewicht lernen will. Eine mögliche Abhilfe wäre eine Weiterentwicklung der
Evaluation hin zu einer modernen und vor allem hoch qualifizierten Feedback-Kultur.“, fügt Lars Wahnschaffe hinzu.
„Welche ausschlaggebenden Mittel haben die Schülerinnen und Schüler denn schon momentan, außer sich über den endlos bürokratischen Weg einer Beschwerde oder durch
ähnliche Mittel Gehör zu verschaffen?“, ist die Fragestellung von Felix Kiesele.
„Kein Mittel!“, ist seine Antwort. „Hier ist eine Grauzone vorhanden. Selbst wenn eine Beschwerde vorliegt, ist sie nur schwer durchsetzbar, da Fakten beispielsweise auf Grund fehlender Benotung der Lehrer fehlen.“, meint Felix Kiesele.
„Die einzigen Fakten liegen in verbaler Form vor, aber in welcher bürokratischen Logik sind verbale Aussagen ohne Protokoll glaubhaft?“, fügt Lars Wahnschaffe hinzu.

gez. Lars Wahnschaffe Pressesprecher
stellv. Vorsitzender des 8. Landesschülerbeirats

Verfasst am 24.06.2009

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