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PM: Amoklauf an der Albertville Realschule

Der Landesschülerbeirat als ständige Vertretung der Schülerinnen und Schüler im Land Baden – Württemberg ist zutiefst betroffen und schockiert über die Geschehnisse an der Albertville – Realschule in Winnenden. Für den Landesschülerbeirat ist diese Tat absolut unbegreifbar und n ihrer Schrecklichkeit nicht zu erfassen. Wir sind sprachlos vor Schock und Entsetzen und möchten unser tiefes Mitgefühl mit allen Betroffenen aussprechen. Für uns ist nicht vorstellbar, wie groß der Schmerz und Schock derer sein muss, die diese Tat hautnah miterleben mussten. Wir wünschen daher allen Betroffenen viel Kraft, um die Folgen dieser schrecklichen Tat verarbeiten zu können.
Unsere ganze Anteilnahme und tiefe Trauer gelten den Opfern und deren Familien.

Auch zur Tat und vor allem zum Umgang mit dieser Tat möchten wir uns äußern:
Den Landesschülerbeirat hat sehr befremdet, dass einige Medienvertreter kurz nach der Tat mit betroffenen Schülerinnen und Schülern Interviews durchführten, anstelle
die Ausnahmesituation der Betroffenen zu akzeptieren und sie in dieser schwierigen Situation in der Hand der Psychologen zu lassen. Dieses Vorgehen entspricht weder
unseren Vorstellungen über eine seriöse Medientätigkeit noch unseren Erwartungen man einen respektvollen Umgang miteinander.
Wir sind uns bewusst, dass ein solcher Vorfall auch viele politischen Diskussionen um Schule und Gewaltprävention in der Schule mit sich bringt. An diesen Diskussionen möchte sich der Landesschülerbeirat aktiv beteiligen. Wir sind dagegen, dass in diesen Diskussionen der Schwerpunkt auf Kontroll- und Verbotsmaßnahmen an den Schulen gelegt wird, sondern sehen die Möglichkeiten zur Prävention vielmehr darin, dass mit mehr Schulsozialarbeit und der Forderung einer „Hinschau – Kultur“ die Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl an Schulen gestärkt werden. Schulsozialarbeit bedeutet, dass eine zusätzliche Instanz an einer Schule geschaffen wird, die einen weiteren Ansprechpartner darstellt und stark in den Schulalltag integriert ist. Seit Jahren setzen wir uns für eine menschlichere Schule ein, an der ein respektvoller und freundschaftlicher Umgang miteinander gepflegt wird.
Durch Präventivmaßnahmen sollen unserer Meinung nach Schüler im kommunikativen Bereich gestärkt und zwischenmenschliche Beziehungen gefördert werden.
Kommunikation und Miteinander müssen unserer Meinung nach die Grundlage dieser Diskussionen sein.

Felix Kiesele / Vorsitzender des 8. Landesschülerbeirats

Verfasst am 13.03.2009

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