Grundsatzprogramm

 

Aus Sicht des Landesschülerbeirats (LSBR) ist Bildung eines der wichtigsten Ressorts der Landespolitik und die Quelle des Erfolgs von Baden-Württemberg. Die Schülerinnen und Schüler sind die Zukunft dieses Landes und müssen gerade deshalb zum Zentrum dieser Politik gemacht werden. Denn nur wenn alle Akteure der Bildungspolitik – insbesondere Eltern, Lehrer und Schüler – in die bildungspolitischen Entscheidungen miteinbezogen und berücksichtigt werden, kann Schule gelingen.

Die Bildungspolitik in Baden-Württemberg befindet sich seit geraumer Zeit im Umbruch. Die damalige grün-rote Landesregierung hat 2011 begonnen, viele neue Akzente zu setzen, die bis heute die Bildungslandschaft und das Schulsystem im Land entscheidend prägen. Der Landesschülerbeirat möchte die Auswirkungen dieser Änderungen kritisch und konstruktiv begleiten und eine Stimme der Schülerinnen und Schüler sein, die diese Auswirkungen unmittelbar spüren. Aus der Praxis kommend ist den Landesschülerbeiräten dabei besonders wichtig, dass Bildungspolitik weder ideologisch noch parteipolitisch geprägt sein darf, sondern langfristig und im Sinne der Schülerinnen und Schülern angelegt sein muss.

In Anbetracht der Konstitution einer grün-schwarzen Landesregierung im Mai 2016 wünscht sich der Landesschülerbeirat in der kommenden Legislaturperiode eine verantwortungsvolle Politik im Sinne der Schüler und entscheidende Signale in Richtung eines Bildungsfriedens in Baden-Württemberg. Wir plädieren dafür, dass immer zunächst positive und negative Konsequenzen der angestrebten Änderungen ausführlich beleuchtet werden, um unüberlegten Veränderungen vorzubeugen. Darüber hinaus sieht der Landesschülerbeirat durch den demographischen Wandel und das veränderte Schulwahlverhalten große Herausforderungen auf das baden-württembergische Schulsystem zukommen. So darf der ländliche Raum kein Lebensraum ohne Schulen vor Ort werden; gleichzeitig ist aber die bewährte Vielfalt im Schulsystem zu gewährleisten. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, fordert der Landesschülerbeirat die politischen Akteure auf, sich diesen Herausforderungen anzunehmen und entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Auch die verstärkte Zuwanderung nach Deutschland in den vergangenen Monaten stellt Baden-Württemberg und vor allem das Schulsystem vor neue Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. So ist es essentiell, die neuankommenden Schüler in das baden-württembergische Bildungssystem zu inkludieren und für jeden einzelnen das passgenaue Bildungsangebot zu finden. Aus Sicht des Landesschülerbeirats sind nämlich Bildung und die deutsche Sprache der Schlüssel für eine gelungene Integration, die den Schülern viele neue Perspektiven eröffnen.

Die nachfolgenden Thesen und Forderungen sollen als Grundlage für die Arbeit des 12. Landesschülerbeirats von Baden-Württemberg dienen und die Handlungen der politischen Akteure kritisch und konstruktiv begleiten.

Am 08. Dezember 2016 haben wir unser Grundsatzprogramm vorgestellt, und hier könnt ihr es runterladen:

 

Pressestimmen:

Schüler wollen klare Ansagen (Stuttgarter Zeitung)

Schülerbeirat fordert weniger Klassenarbeiten (SWR.de)

Schüler mahnen Ergebnissicherung bei Lehrmethoden an (Bild.de)