Schuljahr 2017/18 – Neuerungen!

 

In Baden-Württemberg beginnt an diesem Montag (11. September 2017) für rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr 2017/18. Auch in diesem Jahr treten wieder neue gesetzliche Reglungen in Kraft.

Die wichtigsten Veränderungen haben wir für euch im Folgenden aufgelistet:

Mehr Lernzeit an Grundschulen

Seit dem vergangenen Schuljahr erhalten die Grundschulen bereits je eine zusätzliche Stunde für Deutsch und für Mathematik. Im neuen Schuljahr werden diese Stunden um eine Stunde für die Klassenstufe 3 aufgestockt, welche von den Grundschulen wahlweise im Fach Deutsch oder im Fach Mathematik eingesetzt werden kann.

Grundschulempfehlung muss wieder vorgelegt werden

Zudem ist die Neureglung zur Grundschulempfehlung in Kraft getreten. Diese sieht vor, dass die Eltern erstmals für den Übergang auf die weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2018/19 die Grundschulempfehlung bei der Anmeldung in der weiterführenden Schule wieder vorlegen müssen. Die Entscheidungen, welche weiterführende Schule der Schüler am Ende besuchen wird, treffen jedoch weiterhin die Eltern des Schülers.

Stellungnahme LSBR

Neues Realschulkonzept

Auch das neue Konzept zur Stärkung der Realschulen wird ab dem kommenden Schuljahr umgesetzt. Dieses sieht vor, dass die Schüler in den Klassen 5 und 6 auf M-Niveau („Realschulniveau“) unterrichtet werden. Anschließend werden die Schüler entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit gezielt auf den Realschulabschluss (M-Niveau) oder Hauptschulabschluss (G-Niveau) vorbereitet. Die Realschulen können dabei selbst entscheiden, ob und wann die Schüler entweder nach den angestrebten Abschlüssen bzw. ihrer Leistungsfähigkeit getrennt oder gemeinsam unterrichten werden. Hierfür können sie nun verstärkt Gruppen, Klassen oder Züge bilden oder im Unterricht differenzieren, um die beste Art der Förderung anzubieten.

Stellungnahme LSBR 

Digitale Bildungsplattform geht an den Start

„Neben verbesserten Unterstützungsmaßnahmen für Schulen und neuen Fortbildungskonzepten für Lehrkräfte spielt der Aufbau einer landesweiten digitalen Bildungsplattform eine zentrale Rolle. In einem ersten Schritt sollen über die Plattform Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern Basisdienste zur Kommunikation und Kooperation zur Verfügung gestellt werden. Alle Lehrkräfte sollen darüber hinaus erstmals eine dienstliche E-Mail-Adresse erhalten. Die Plattform soll bis Ende des Jahres an den Start gehen.“

Berufliche Orientierung

Im neuen Schuljahr tritt ebenfalls eine neue Verordnung zur beruflichen Orientierung an den allgemeinbildenden Schulen in Kraft. Ab jetzt sind alle allgemeinbildenden Schulen verpflichtet ihre Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung in einem schulspezifischen Konzept niederzulegen, welches von der GLK verabschiedet wird. Zu diesem muss ebenfalls die Schulkonferenz angehört werden.

Ebenfalls muss die Schule nun Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern durchführen, mit dem Ziel, über die verschiedenen Bildungswege, Anschlüsse, und Berufsperspektiven zu informieren. Und es wird jedes Jahr einen Tag der Berufsorientierung an der Schule geben.

Zudem haben die Schüler im Zeitraum von Klasse 5 bis 10 ein mindestens fünftägiges Praktikum zu absolvieren; dabei kann die Schule individuell die Anzahl der Praktikumstage auch erhöhen. Auch sind nun mindestens vier Tage zur Berufsorientierungsmaßnahmen in der gymnasialen Oberstufe vorgeschrieben.

Stellungnahme LSBR

Infobroschüre kommt!

Ab dem neuen Schuljahr wird es jedes Jahr eine Infobroschüre für neugewählte Klassen- und Kurssprecher geben, welche gemeinsam vom Kultusministerium und dem LSBR erstellt wird. Die erste Auflage wird Anfang Oktober an alle Schulen in Baden-Württemberg versandt. Seid gespannt 😉

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport